Die Erda Bodeninitiative

Die alten Ägypter nannten ihr Land Kemet. Dieser Name bedeutet „das Schwarze“, womit das fruchtbare Ackerland im Niltal und Nildelta gemeint ist. Der fruchtbare Nilschlamm von dunkler, fast schwarzer Farbe. Die Ägypter selbst bezeichneten sich als remetju kemi, „Menschen der schwarzen (Erde)“. Sie kannten noch einen anderen Bodentyp Deshret; „das Rote“, die rote unfruchtbare Erde der umliegenden Wüste. Auch in der weiteren Kulturgeschichte der Menschheit wird der Erdboden als Lebensgrundlage beschrieben. Wie der Pachamama von den Andenvölker, oder im 1. Buch Mose. Jedoch geriet die Wichtigkeit des Bodens und insbesondere der des Humus in Vergessenheit. Die Reduktion des Humusgehalts verschlimmert sich durch konventionelle Landwirtschaft.

Schon 1810 schrieb der Begründer der Agrarwissenschaft Albrecht Daniel Thaer in seinem Werk „Grundsätze der rationellen Landwirthschaft“ Bd. 2.:

So wie der Humus eine Erzeugung des Lebens ist, so ist er auch die Bedingung des Lebens
„So wie der Humus eine Erzeugung des Lebens ist, so ist er auch die Bedingung des Lebens.“ Thaer, Albrecht: Grundsätze der rationellen Landwirthschaft. Bd. 2. Berlin, 1810, S. 107. In: Deutsches Textarchiv http://www.deutschestextarchiv.de/thaer_landwirthschaft02_1810/151, abgerufen am 29.04.2020.

Als Humus (vom lateinischen für Erdboden) bezeichnet man die gesamte abgestorbene organische Substanz des Bodens. Für den Ackerbauch ist eine wichtige Eigenschaft die Bodenfruchtbarkeit.1 

Die Erda Initiative will den Humusaufbau fördern und zudem das Bewusstsein für den Boden schärfen.

 

 

  1. http://www.ahabc.de/bodeneigenschaften/bodenfruchtbarkeit/